The Expendables 4(gotten)

Schon länger ist ein vierter, wenn nicht gar auch fünfter Teil von Sylvester Stallones Expendables-Reihe im Gerede, ebenso eine Version namens Expendabelles mit weiblichen Helden. Und seit neuestem machen sogar Meldungen über eine gleichnamige Fernsehserie die Runde, in welcher es vergleichbar mit den Filmen nun eben die früheren Serienstars sein sollen, die den Cast stellen.
Also wird es langsam einmal Zeit, sich genauer damit zu befassen, wer denn in einem solchen Aufgebot generell zu finden sein müsste – insbesondere, da wir solche Überlegungen im Kollegenkreis schon des öfteren hatten…

Die folgende Liste ist natürlich ohne Anspruch auf Vollständigkeit und spiegelt meine Sicht wieder – und sollte ich irgendwelche Ikonen des Actionkinos (und -fernsehens) vergessen haben, ist in den Kommentaren gerne Platz dafür…

Carl Weathers spielte schon mit Stallone in den Rocky-Filmen, mit Schwarzenegger in Predator und war als Action Jackson auch auf eigenen Pfaden unterwegs.
Michael Dudikoff, der American Fighter (im Original American Ninja) ist meine Action-Ikone der Achtziger schlechthin.
Michael Bien war in Aliens grandios, bekämpfte schon Arnie in Terminator und war auch in der weltbesten aller Filmszenen (die Duschraumszene in The Rock) mit dabei.
Jean-Claude van Damme. Ja, der spielte schon im zweiten Teil bereits mit, aber es kursiert ja ein Gerücht, dass er in der Rolle des Zwillingsbruder des im zweiten Teil verblichenen Charakters noch einmal mitmischen könnte – eine grandiose und dem Franchise angemessene Idee!
Christopher Lambert bleibt als Highlander wahrscheinlich unvergessen, ist aber auch ziemlich in der Versenkung verschwunden.
Christian Slater hätte nach Genreklassikern wie Operation: Broken Arrow und Hard Rain auch einen Platz in dieser Riege verdient.
Danny Glover, der als zweiter Hauptdarsteller aus der Lethal Weapon-Reihe zwangsläufig zu berücksichtigen ist (Mel Gibson hatten wir ja bereits).
Danny Trejo – ganz einfach weil er Danny Trejo ist…
Kurt Russell, dem man schon für seine Paraderolle in Die Klapperschlange einen Ehrenplatz in einem solchen Cast geben müsste.
Charlie Sheen, der neben den Navy Seals auch in Hot Shots auf Action machte und nach Two an a half men wohl auch als auf dem Abstellgleis befindlich betrachtet werden muss.
Lance Henriksen, nicht nur für diverse Aliens, sonder auch für seine Rolle als Rockerboss in Stone Cold (Brian Bosworth als Hauptdarsteller jenes Streifens vergessen wir aber lieber…)
Über Steven Seagal ließe sich wahrscheinlich streiten, aber erwähnen muss man ihn wohl.
Mr. T, der auch schon bei Rocky dabei war.

Mit eben Mr. T. haben wir dann aber bereits die perfekte Überleitung zu den Fernsehstars gefunden, und ich greife im folgenden auch ganz beabsichtigt Namen mit auf, die da aktuell durch das Netz geistern:

Wo Mr. T. steht darf auch der Rest des A-Teams nicht fehlen. Dwigth Schultz und Dirc Benedict (letzterer auch gestützt durch Kampfstern Galactica) sind ein Muss.
Bereits im Umlauf ist Edward James Olmos für Miami Vice (und auch das neue Battlestar Galactica), und dann muss man Don Johnson (auch für Nash Bridges) und Philipp Michael Thomas als Hauptdarsteller aus Miami Vice auch gleich erwähnen.
Bruce Boxleitner, weniger für Babylon 5 als vielmehr für Agentin mit Herz sowie Tron.
Das komplette Team (Lee Majors, Douglas Barr und Heather Thomas) aus Ein Colt für alle Fälle – eine der Actionserien schlechthin.
Tom Selleck ist als Magnum – und darum auch schon anderswo genannt – wohl kaum zu ignorieren.
Kevin Sorbo und Lucy Lawless sind als Hercules und Xena das Dreamteam der Fantasy-Action.
Mark Ryan. Kennt keiner? Doch, er spielte den Sarazenen Nazir in der alten BBC-Robin-Hood-Serie (Original: Robin of Sherwood). Und da können wir Ray Winstone alias Will Scarlett gleich noch mit dranhängen.
Den Highlander hatten wir oben aus dem Kino schon genannt, doch im Fernsehen verkörperte diese Rolle Adrian Paul, auch ein würdiger Kandidat.
Knigth Rider und Oberbademeister David Hasselhoff, aber bitte ohne sprechendes Auto an seiner Seite, geisterte auch schon als Name durch die Medien.
Zu faul zum Suchen bin ich bezüglich der Darsteller von Trio mit vier Fäusten, bei denen zumindest die vier Fäuste eine Chance hier verdient haben.

Soweit das Fernsehen, bleibt also der Blick auf die Damenwelt:

Mrs. Ex-Stallone, die Dschungelkönigin Brigitte Nielsen, die schon in Beverly Hills Cop 2 ballerte und mit Arnie in Red Sonja die Klingen kreuzte.
Rhona Mitra, das einzig wahre Lara Croft-Model, nicht zuletzt auch durch die Underworld-Vorgeschichte (Aufstand der Lykaner) bekannt.
Sigourney Weaver – cooler als Ellen Ripley ist keine. Wahrscheinlich ist sie aber – insbesondere nach der Ankündigung von Alien 5 – nicht der B-Garde zuzurechnen, was ursprünglich mal ausschlaggebend bei der Expendables-Filmreihe war…
Natasha Henstridge, eine ganz besonders Species dieses Genres.
Milla Jovovich ist auf das Action-Genre gebucht wie kaum eine andere – und Resident Evil ist schon eher B-Movie und daher hier richtig.
Babes braucht so etwas auch, also erinnern wir uns noch an Baywatch und bieten hier insbesondere Pamela Anderson (auch Barb Wire) und Erika Eleniak auf.
Linda Hamilton zog in Sachen Action erst in Terminator 2 richtig los, und durch die gleiche Rolle der Sarah Connor hat sich auch Lena Hadey (neben Terminator S.C.C. auch für Dredd) einen Platz hier verdient.
Jennifer Garner in Alias ist ebenso eine Nennung hier wert, wurde aber auch schon anderswo genannt.
Bleibt als (vorläufig) letzte nur noch Peta Wilson, welche die Titelrolle in der alten Nikita-Serie gespielt hat…

10 Dinge…

… die im Rollenspiel nerven

Im Karneval der Rollenspielblogs geht es in diesem Monat um das ganz globale Thema »10 Dinge«. Zuerst habe ich mich schwer getan, was man dazu denn groß schreiben sollte. Doch dann kam das lila Tentakel aus dem Maniac Manson gekrochen und resümierte über 10 Dinge, die am Rollenspiel nerven. Und ja, zu diesem Stichwort fällt mir so einiges ein – also mache ich das auch.

1. Rollenspiel ???
Ja genau. In der Provinz ist Rollenspiel oder Rollenspieler-sein immer noch oft genug ein Grund für fragende Blicke bis hin zum Unverständnis. Am verbreitetesten ist dabei noch der pädagogische Ansatz von Rollenspielen, irgendwann dann gefolgt von Computer-Rollenspielen, und da dann in der Regel eher die Onlinevarianten. Irgendwie hab ich mich mich da in den Jahren zwar dran gewöhnt, aber erklären mag ich das eigentlich nicht mehr.

2. DSA
Wenn es im deutschen Rollenspielmetier etwas gibt, was mich inzwischen richtig nervt, dann ist es DSA – und zwar ganz besonders dann, wenn es nicht Myranor ist. DSA steht inzwischen irgendwie für Dukaten-Scheiß-Anlage, denn anders kann man sich manche Produkte, die so auf den Markt kommen, schon nicht mehr erklären. Aber egal, die Fans kaufen ja alles – irgendwann werden wir dann vermutlich auch Tuzaker Tiefkühlpizza und ein 6er-Ferrara-E-Mobil erwerben können…

3. Warten, warten, warten…
Warten ist doof – vor allem, wenn man lange warten muss. Manche Produkte wurden schon mehrfach angekündigt, erscheinen aber einfach nicht – und werden dann irgendwann gecancelt. Doofe Sache sowas.

4. Armalion vs. Schicksalspfade
Miniaturen sind schön (meistens zumindest). Dummerweise aber sind sie nicht immer erfolgreiche Produktlinien. Armalion (das DSA-Tabletop) wurde still und leise zu Grabe getragen und stattdessen Schicksalspfade aus dem Ärmel geschüttelt. Letzteres habe ich zwar nie gespielt und besitze auch keine der Miniaturen – aber Gerüchten zufolge habe die Figuren für Schicksalspfade einen etwas größeren Maßstab als die von Armalion. Hätte man das nicht identisch machen können, um die Figuren jeweils in beiden Systemen nutzen zu können? Aber vermutlich ist das bereits eine Folge von Zwei…

5. Übersetzung
Übersetzungen sind zugegebenermaßen Geschmackssache. In der Regel werden nämlich solche Produkte ins Deutsche übersetzt, die mich wenig interessieren, und dafür jene, die mich interessieren, gerade nicht. Aber das ist wie gesagt eine Frage der persönlichen Neigung.

6. Editionswirrwarr
Ich gebe ja zu, manchmal ist eine neue Edition ganz sinnvoll (und nein, auf DSA 5 trifft das gerade nicht zu). Persönliches Anti-Highlight ist hier natürlich eindeutig Earthdawn, wo man durch den laufenden Wechsel der Rechteinhaber langsam nicht mehr weiß, welches Buch denn nun mach welcher Edition Kanon ist oder nicht. Insofern macht die vierte Edition dann sogar Sinn (zumal ich alles nach der ersten ohnehin ignoriert habe…).

7. Schlechte Recherche
Bezüglich des Rollenspielhobbys lässt sich schlechte Recherche mit zwei Worten (und einem Produkt) beschreiben: Historia Aventurica. Mehr muss ich dazu glaube ich nicht sagen – ansonsten dürft Ihr selber googlen…

8. Schneller, höher, weiter…
… oder besser noch dicker, noch teurer, noch epischer ist auch ein ignorierenswerter Trend. Ein Abenteuer, dass heute in einer DSA-Anthologie erscheint, wäre früher ein eigenes Buch gewesen…

9. Zuviel
Dies ist fast die logische Fortsetzung von Acht und irgendwie auch von Zwei: Zuviel Material hindert mehr, als es nützt – Spitzenreiter hier natürlich DSA. Der Produktausstoß ist viel zu groß, als dass man alles kaufen, lesen und spielen könnte. Und wenn man dann mehrere Systeme mag, könnte man das Hobby auch als Vollzeitjob betreiben. Dumm nur, dass man dann dafür nicht bezahlt wird…

10. Zuwenig
Das Gegenteil von Neun – und in gewisser Weise selbsterklärend. Ein System oder Setting, das zwar toll ist, aber nach dem Start irgendwie gar nichts an Nachschub bringt, nützt auch wenig.

Wieviel Netzwerk darf’s denn sein?

Das Facebook-Dilemma

Facebook ändert am morgigen 30. Januar 2015 einmal mehr seine Datenschutzrichtlinien, AGB usw. Zukünftig will die Datenkrake also noch mehr über uns wissen, uns mit noch persönlicherer Werbung zupflastern und somit offenbar mehr oder weniger noch breitere Nutzerprofile anlegen. Wenn man die Pressemeldungen dazu verfolgt bleibt also offen, ob mit diesen Änderungen auch die Profile von WhatsApp und Instagram (von welchem ich sogar verschlafen habe, dass es mittlerweile zu Facebook gehört) einbezogen werden.

Als Facebook-Wenignutzer – und das noch dazu nahezu ausschliesslich über die entsprechenden Mobil-Apps und nicht den Browser – habe ich mit Werbung auf Facebook bislang wenig zu schaffen gehabt. Umso mehr stelle ich mir daher wieder einmal die Frage, wieviele Informationen über mich ich Facebook tatsächlich an die Hand geben möchte. Betrachte ich meine Netzaktivität, so liegt diese ganz klar bei Twitter, Google+ und Flipboard, wenig bei bei Facebook und noch weniger bei Instagram. Selbst der Facebook-Messenger kommt bei mir nur zum Einsatz, wenn ich jemanden nicht anders erreichen kann, und das gleiche gilt, insbesondere seit der Übernahme durch Facebook, auch für WhatsApp.

Wieviele Netze braucht man wirklich, über welche Messenger-Dienste kommuniziert man wirklich? Habe ich manche Dienst nicht nur, weil andere sie auch haben und es ja sein könnte, dass ich die betreffenden irgendwann einmal vielleicht gerade auf jenem Wege erreichen will? Reicht nicht für einen kurzen Gruß sogar die gute alte SMS, die es mittlerweile ja ohnehin weitestgehend überall als Flatrate dazu gibt, oder aber eine eMail? Und wenn ich mich wirklich einmal öffentlich äußern will, reicht dann nicht ein Beitrag auf meiner Website?

Je größer die Zahl der Netzwerke, Messenger-Dienste und Kontakte, desto größer der Informations-Overkill (eine interessante Wortkombination, über die ich eigentlich schon länger einmal einen Blogartikel verfassen wollte).

Fakt ist: Mit vielen Personen, Firmen, Institutionen bin ich nicht nur auf einer Plattform verbunden, sondern auf mehreren – was einfach daraus resultiert, dass man aufgrund der Reichweite irgendwie überall präsent sein will. Im Falle von Firmen macht dies ja auch aus wirtschaftlicher Sicht durchaus Sinn, aber im Falle von Privatpersonen?

Je größer der Grad der Vernetzung, desto größer kann die Gefahr werden, etwas zu verpassen, wenn man nicht ständig dabei ist? Aber muss man ständig dabei und auf dem neuesten Stand sein? Oder verliert man vielmehr den Blick für das wesentliche, für das, was wirklich wichtig ist?

Genau dort führt der Blick zurück zu Facebook. Meine Pinnwand ist voll von lustigen Bildchen, Minispielen, Spielanfragen… und den Dingen, die ich in der Regel vorher schon auf einem anderen Kanal (vornehmlich Twitter) gelesen habe. Wofür brauche ich Facebook also wirklich? Weil es die meisten anderen auch haben? Weil mache der wenigen Spiele, die ich Spiele, über Facebook eine Speicher- und Synchronisationsfunktion bieten?

Soziale Netzwerke mögen dazu beigetragen haben, dass sich Verbindungen leichter pflegen lassen – aber sie sind auch oberflächlicher, unpersönlicher geworden, denn nur selten kommuniziere ich in einem sozialen Netzwerk mit jemandem persönlich, sondern vielmehr mit einer ganzen Gruppe von Followern (auch so ein Unwort, dass sich eingebürgert hat) – weil es einfach in der Natur der Sache liegt.

Minimalismus ist so ein Wort, das kürzlich durch von mir verfolgte Blogs geisterte – und tatsächlich ist Minimalismus in Bezug auf soziale Netze eine geeignete Form, dem Informations-Overkill zu entgehen. Weniger ist manchmal mehr, und etwas Entschleunigung tut manchmal auch ganz gut.

Lange Rede, kurzer Sinn: Vielleicht ist es an der Zeit, aufzuräumen und gewisse Dinge hinter sich zu lassen – gerade wenn man hinter den Kulissen fremdbestimmt wird und nicht weiß, wie mit den eigenen Daten umgegangen wird. Wenn ich also irgendwann irgendwo nicht mehr zu finden sein sollte, liegt es daran. Und Facebook ist inklusive seiner Adoptivkinder mit Sicherheit als erstes dran.