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10 Dinge…

… die im Rollenspiel nerven

Im Karneval der Rollenspielblogs geht es in diesem Monat um das ganz globale Thema »10 Dinge«. Zuerst habe ich mich schwer getan, was man dazu denn groß schreiben sollte. Doch dann kam das lila Tentakel aus dem Maniac Manson gekrochen und resümierte über 10 Dinge, die am Rollenspiel nerven. Und ja, zu diesem Stichwort fällt mir so einiges ein – also mache ich das auch.

1. Rollenspiel ???
Ja genau. In der Provinz ist Rollenspiel oder Rollenspieler-sein immer noch oft genug ein Grund für fragende Blicke bis hin zum Unverständnis. Am verbreitetesten ist dabei noch der pädagogische Ansatz von Rollenspielen, irgendwann dann gefolgt von Computer-Rollenspielen, und da dann in der Regel eher die Onlinevarianten. Irgendwie hab ich mich mich da in den Jahren zwar dran gewöhnt, aber erklären mag ich das eigentlich nicht mehr.

2. DSA
Wenn es im deutschen Rollenspielmetier etwas gibt, was mich inzwischen richtig nervt, dann ist es DSA – und zwar ganz besonders dann, wenn es nicht Myranor ist. DSA steht inzwischen irgendwie für Dukaten-Scheiß-Anlage, denn anders kann man sich manche Produkte, die so auf den Markt kommen, schon nicht mehr erklären. Aber egal, die Fans kaufen ja alles – irgendwann werden wir dann vermutlich auch Tuzaker Tiefkühlpizza und ein 6er-Ferrara-E-Mobil erwerben können…

3. Warten, warten, warten…
Warten ist doof – vor allem, wenn man lange warten muss. Manche Produkte wurden schon mehrfach angekündigt, erscheinen aber einfach nicht – und werden dann irgendwann gecancelt. Doofe Sache sowas.

4. Armalion vs. Schicksalspfade
Miniaturen sind schön (meistens zumindest). Dummerweise aber sind sie nicht immer erfolgreiche Produktlinien. Armalion (das DSA-Tabletop) wurde still und leise zu Grabe getragen und stattdessen Schicksalspfade aus dem Ärmel geschüttelt. Letzteres habe ich zwar nie gespielt und besitze auch keine der Miniaturen – aber Gerüchten zufolge habe die Figuren für Schicksalspfade einen etwas größeren Maßstab als die von Armalion. Hätte man das nicht identisch machen können, um die Figuren jeweils in beiden Systemen nutzen zu können? Aber vermutlich ist das bereits eine Folge von Zwei…

5. Übersetzung
Übersetzungen sind zugegebenermaßen Geschmackssache. In der Regel werden nämlich solche Produkte ins Deutsche übersetzt, die mich wenig interessieren, und dafür jene, die mich interessieren, gerade nicht. Aber das ist wie gesagt eine Frage der persönlichen Neigung.

6. Editionswirrwarr
Ich gebe ja zu, manchmal ist eine neue Edition ganz sinnvoll (und nein, auf DSA 5 trifft das gerade nicht zu). Persönliches Anti-Highlight ist hier natürlich eindeutig Earthdawn, wo man durch den laufenden Wechsel der Rechteinhaber langsam nicht mehr weiß, welches Buch denn nun mach welcher Edition Kanon ist oder nicht. Insofern macht die vierte Edition dann sogar Sinn (zumal ich alles nach der ersten ohnehin ignoriert habe…).

7. Schlechte Recherche
Bezüglich des Rollenspielhobbys lässt sich schlechte Recherche mit zwei Worten (und einem Produkt) beschreiben: Historia Aventurica. Mehr muss ich dazu glaube ich nicht sagen – ansonsten dürft Ihr selber googlen…

8. Schneller, höher, weiter…
… oder besser noch dicker, noch teurer, noch epischer ist auch ein ignorierenswerter Trend. Ein Abenteuer, dass heute in einer DSA-Anthologie erscheint, wäre früher ein eigenes Buch gewesen…

9. Zuviel
Dies ist fast die logische Fortsetzung von Acht und irgendwie auch von Zwei: Zuviel Material hindert mehr, als es nützt – Spitzenreiter hier natürlich DSA. Der Produktausstoß ist viel zu groß, als dass man alles kaufen, lesen und spielen könnte. Und wenn man dann mehrere Systeme mag, könnte man das Hobby auch als Vollzeitjob betreiben. Dumm nur, dass man dann dafür nicht bezahlt wird…

10. Zuwenig
Das Gegenteil von Neun – und in gewisser Weise selbsterklärend. Ein System oder Setting, das zwar toll ist, aber nach dem Start irgendwie gar nichts an Nachschub bringt, nützt auch wenig.