#RPGaDay – Tag 4

Auf zur nächsten Runde im Rollenspielreigen. Die Frage des Tages lautet:

Welches Spiel hat mich überrascht?

Da ich den Hype um Numenera wie inzwischen mehrfach angedeutet nicht wirklich verstehe hat mich der Ausgang des Crowdfundings der deutschen Ausgabe natürlich überrasch, doch das ist eigentlich nicht die Frage. Meine Überraschung ist allerdings ein ähnliches und neueres Setting, von dem ich nichts erwartet habe, es mir aber trotzdem geholt habe, und zwar Titansgrave. Ich habe zugegebenermaßen die ganzen Anfänge davon nur so halb verfolgt, weil es zwar auf der einen Seite von einem meiner Lieblingsverlage (Green Ronin) stammt, auf der anderen Seite aber Wil Wheaton mit seiner Rollenspielshow da drin hängt. Und für mich ist er wahrscheinlich (und völlig zu Unrecht) auf ewig die Nervensäge Wesley Crusher aus Star Trek – The Next Generation…
Ich habe also – warum auch immer – eine Art Fantasy-SF-Endzeitsetting erwartet und bekam stattdessen ein Techno-Fantasy-Setting, das nicht endzeitmäßig einsam und dunkel, sondern irgendwie bunt und lebendig ist. Zugeben muss ich allerdings, dass ich das ganze sehr vom ersten Eindruck geprägt schreibe und es mehr überflogen als gelesen habe.

Ich schließe den heutigen Beitrag dann einmal mit ein paar Links auf andere Blogs, die sich ebenfalls beteiligen, der Einfachheit halber als Rundblick ohne Anspruch auf Vollständigkeit…

#RPGaDay2015 – Tag 2 und 3

Auf zur nächsten Runde im täglichen Rollenspiel-Geblogge. Gestern ging es um folgende Frage:

Kickstarted game most pleased you backed?
oder auf gut Deutsch: Welches von dir über Kickstarter finanzierte Spiel hat dir am besten gefallen?

Den Beitrag dazu habe ich mir gestern gespart, denn die Anzahl der Projekte, die ich auf Kickstarter oder vergleichbaren Crowdfinanzierungsplattformen unterstützt habe kann ich noch an einer Hand abzählen. Von diesen waren nicht mal alles Rollenspieldinge, und von eben den Rollenspieldingen ist auch noch keines erschienen. Wenn ich nun trotzdem einfach dem Ersteindruck nach eines auswähle, dann Symbaroum – weil es nicht so Mainstream ist, nicht gehyped (gehypt?) wird und aus Europa kommt; zudem sieht es vom Layout sehr ansprechend aus, nach dem was man bisher sehen konnte.

Soweit zu gestern (Tag 2), nun also zum heutigen dritten Tag:

Favourite New Game of the last 12 month?

Welches ist mein bevorzugtes neues Spiel der letzten 12 Monate? Echte neue (Rollen-)Spiele habe ich nur zwei, und das sind das universal angelegte Fantasy AGE sowie das darauf aufbauende Setting Titansgrave; in letzteres habe ich heute zum ersten Mal hineingeschaut, aber es ist ja auch erst letzte Woche erschienen. Von einer Bevorzugung kann man dabei aber wohl kaum sprechen. Bezieht man Editionen und Neuveröffentlichungen mit ein, könnte ich noch Tharun und Earthdawn (4. Ed.) nennen, wobei der DSA-Ableger in der Hohlwelt dann den Zuschlag erhielte.

#RPGaDay2015 – Tag 1

Es ist mal wieder Blogparadenzeit – und da ich lange nix geschrieben habe, ist das mal wieder ein Grund. Was haben wir denn eben:

#RPGaDay2015: Forthcoming Game You’re Most Looking Forward To

Okay, bei uns ist inzwischen schon der 2. August, aber, dort, wo man die Aktion gestartet hat (einmal über’n Teich) ist heute noch morgen und unser heute damit noch gestern. Aber lieber zur Frage: Auf welches kommende Rollenspiel freue ich mich am meisten)? Gute Frage eigentlich; und nein, DSA5 ist es definitiv nicht, dafür steckt mir die Entstehung von DSA4 noch zu sehr in den Knochen. Vor ein paar Wochen hätte ich noch Earthdawn (4. Ed.) und Fantasy AGE gesagt, aber die sind beide inzwischen erschienen. Numenera ist auch nur so ein Hype, da treibt mich eher die Neugier. Am ehesten trifft es wohl auf das gerade vor wenigen Tagen angekündigte Rollenspiel zu The Witcher zu; ein Setting, das ich mir gewünscht habe und nun von der Ankündigung umso überraschter war. Augenblicklich liegt das also gerade vorne, aber Symbaroum und das gerade gekickstarterte Blue Rose folgen ganz dicht.
Also: Ein Kopf-an-Kopf-Rennen und daher nur eine Momentaufnahme; mal sehen, wer am Ende gewinnt (und was ich zuerst in den Händen halten…)

The Expendables 4(gotten)

Schon länger ist ein vierter, wenn nicht gar auch fünfter Teil von Sylvester Stallones Expendables-Reihe im Gerede, ebenso eine Version namens Expendabelles mit weiblichen Helden. Und seit neuestem machen sogar Meldungen über eine gleichnamige Fernsehserie die Runde, in welcher es vergleichbar mit den Filmen nun eben die früheren Serienstars sein sollen, die den Cast stellen.
Also wird es langsam einmal Zeit, sich genauer damit zu befassen, wer denn in einem solchen Aufgebot generell zu finden sein müsste – insbesondere, da wir solche Überlegungen im Kollegenkreis schon des öfteren hatten…

Die folgende Liste ist natürlich ohne Anspruch auf Vollständigkeit und spiegelt meine Sicht wieder – und sollte ich irgendwelche Ikonen des Actionkinos (und -fernsehens) vergessen haben, ist in den Kommentaren gerne Platz dafür…

Carl Weathers spielte schon mit Stallone in den Rocky-Filmen, mit Schwarzenegger in Predator und war als Action Jackson auch auf eigenen Pfaden unterwegs.
Michael Dudikoff, der American Fighter (im Original American Ninja) ist meine Action-Ikone der Achtziger schlechthin.
Michael Bien war in Aliens grandios, bekämpfte schon Arnie in Terminator und war auch in der weltbesten aller Filmszenen (die Duschraumszene in The Rock) mit dabei.
Jean-Claude van Damme. Ja, der spielte schon im zweiten Teil bereits mit, aber es kursiert ja ein Gerücht, dass er in der Rolle des Zwillingsbruder des im zweiten Teil verblichenen Charakters noch einmal mitmischen könnte – eine grandiose und dem Franchise angemessene Idee!
Christopher Lambert bleibt als Highlander wahrscheinlich unvergessen, ist aber auch ziemlich in der Versenkung verschwunden.
Christian Slater hätte nach Genreklassikern wie Operation: Broken Arrow und Hard Rain auch einen Platz in dieser Riege verdient.
Danny Glover, der als zweiter Hauptdarsteller aus der Lethal Weapon-Reihe zwangsläufig zu berücksichtigen ist (Mel Gibson hatten wir ja bereits).
Danny Trejo – ganz einfach weil er Danny Trejo ist…
Kurt Russell, dem man schon für seine Paraderolle in Die Klapperschlange einen Ehrenplatz in einem solchen Cast geben müsste.
Charlie Sheen, der neben den Navy Seals auch in Hot Shots auf Action machte und nach Two an a half men wohl auch als auf dem Abstellgleis befindlich betrachtet werden muss.
Lance Henriksen, nicht nur für diverse Aliens, sonder auch für seine Rolle als Rockerboss in Stone Cold (Brian Bosworth als Hauptdarsteller jenes Streifens vergessen wir aber lieber…)
Über Steven Seagal ließe sich wahrscheinlich streiten, aber erwähnen muss man ihn wohl.
Mr. T, der auch schon bei Rocky dabei war.

Mit eben Mr. T. haben wir dann aber bereits die perfekte Überleitung zu den Fernsehstars gefunden, und ich greife im folgenden auch ganz beabsichtigt Namen mit auf, die da aktuell durch das Netz geistern:

Wo Mr. T. steht darf auch der Rest des A-Teams nicht fehlen. Dwigth Schultz und Dirc Benedict (letzterer auch gestützt durch Kampfstern Galactica) sind ein Muss.
Bereits im Umlauf ist Edward James Olmos für Miami Vice (und auch das neue Battlestar Galactica), und dann muss man Don Johnson (auch für Nash Bridges) und Philipp Michael Thomas als Hauptdarsteller aus Miami Vice auch gleich erwähnen.
Bruce Boxleitner, weniger für Babylon 5 als vielmehr für Agentin mit Herz sowie Tron.
Das komplette Team (Lee Majors, Douglas Barr und Heather Thomas) aus Ein Colt für alle Fälle – eine der Actionserien schlechthin.
Tom Selleck ist als Magnum – und darum auch schon anderswo genannt – wohl kaum zu ignorieren.
Kevin Sorbo und Lucy Lawless sind als Hercules und Xena das Dreamteam der Fantasy-Action.
Mark Ryan. Kennt keiner? Doch, er spielte den Sarazenen Nazir in der alten BBC-Robin-Hood-Serie (Original: Robin of Sherwood). Und da können wir Ray Winstone alias Will Scarlett gleich noch mit dranhängen.
Den Highlander hatten wir oben aus dem Kino schon genannt, doch im Fernsehen verkörperte diese Rolle Adrian Paul, auch ein würdiger Kandidat.
Knigth Rider und Oberbademeister David Hasselhoff, aber bitte ohne sprechendes Auto an seiner Seite, geisterte auch schon als Name durch die Medien.
Zu faul zum Suchen bin ich bezüglich der Darsteller von Trio mit vier Fäusten, bei denen zumindest die vier Fäuste eine Chance hier verdient haben.

Soweit das Fernsehen, bleibt also der Blick auf die Damenwelt:

Mrs. Ex-Stallone, die Dschungelkönigin Brigitte Nielsen, die schon in Beverly Hills Cop 2 ballerte und mit Arnie in Red Sonja die Klingen kreuzte.
Rhona Mitra, das einzig wahre Lara Croft-Model, nicht zuletzt auch durch die Underworld-Vorgeschichte (Aufstand der Lykaner) bekannt.
Sigourney Weaver – cooler als Ellen Ripley ist keine. Wahrscheinlich ist sie aber – insbesondere nach der Ankündigung von Alien 5 – nicht der B-Garde zuzurechnen, was ursprünglich mal ausschlaggebend bei der Expendables-Filmreihe war…
Natasha Henstridge, eine ganz besonders Species dieses Genres.
Milla Jovovich ist auf das Action-Genre gebucht wie kaum eine andere – und Resident Evil ist schon eher B-Movie und daher hier richtig.
Babes braucht so etwas auch, also erinnern wir uns noch an Baywatch und bieten hier insbesondere Pamela Anderson (auch Barb Wire) und Erika Eleniak auf.
Linda Hamilton zog in Sachen Action erst in Terminator 2 richtig los, und durch die gleiche Rolle der Sarah Connor hat sich auch Lena Hadey (neben Terminator S.C.C. auch für Dredd) einen Platz hier verdient.
Jennifer Garner in Alias ist ebenso eine Nennung hier wert, wurde aber auch schon anderswo genannt.
Bleibt als (vorläufig) letzte nur noch Peta Wilson, welche die Titelrolle in der alten Nikita-Serie gespielt hat…

10 Dinge…

… die im Rollenspiel nerven

Im Karneval der Rollenspielblogs geht es in diesem Monat um das ganz globale Thema »10 Dinge«. Zuerst habe ich mich schwer getan, was man dazu denn groß schreiben sollte. Doch dann kam das lila Tentakel aus dem Maniac Manson gekrochen und resümierte über 10 Dinge, die am Rollenspiel nerven. Und ja, zu diesem Stichwort fällt mir so einiges ein – also mache ich das auch.

1. Rollenspiel ???
Ja genau. In der Provinz ist Rollenspiel oder Rollenspieler-sein immer noch oft genug ein Grund für fragende Blicke bis hin zum Unverständnis. Am verbreitetesten ist dabei noch der pädagogische Ansatz von Rollenspielen, irgendwann dann gefolgt von Computer-Rollenspielen, und da dann in der Regel eher die Onlinevarianten. Irgendwie hab ich mich mich da in den Jahren zwar dran gewöhnt, aber erklären mag ich das eigentlich nicht mehr.

2. DSA
Wenn es im deutschen Rollenspielmetier etwas gibt, was mich inzwischen richtig nervt, dann ist es DSA – und zwar ganz besonders dann, wenn es nicht Myranor ist. DSA steht inzwischen irgendwie für Dukaten-Scheiß-Anlage, denn anders kann man sich manche Produkte, die so auf den Markt kommen, schon nicht mehr erklären. Aber egal, die Fans kaufen ja alles – irgendwann werden wir dann vermutlich auch Tuzaker Tiefkühlpizza und ein 6er-Ferrara-E-Mobil erwerben können…

3. Warten, warten, warten…
Warten ist doof – vor allem, wenn man lange warten muss. Manche Produkte wurden schon mehrfach angekündigt, erscheinen aber einfach nicht – und werden dann irgendwann gecancelt. Doofe Sache sowas.

4. Armalion vs. Schicksalspfade
Miniaturen sind schön (meistens zumindest). Dummerweise aber sind sie nicht immer erfolgreiche Produktlinien. Armalion (das DSA-Tabletop) wurde still und leise zu Grabe getragen und stattdessen Schicksalspfade aus dem Ärmel geschüttelt. Letzteres habe ich zwar nie gespielt und besitze auch keine der Miniaturen – aber Gerüchten zufolge habe die Figuren für Schicksalspfade einen etwas größeren Maßstab als die von Armalion. Hätte man das nicht identisch machen können, um die Figuren jeweils in beiden Systemen nutzen zu können? Aber vermutlich ist das bereits eine Folge von Zwei…

5. Übersetzung
Übersetzungen sind zugegebenermaßen Geschmackssache. In der Regel werden nämlich solche Produkte ins Deutsche übersetzt, die mich wenig interessieren, und dafür jene, die mich interessieren, gerade nicht. Aber das ist wie gesagt eine Frage der persönlichen Neigung.

6. Editionswirrwarr
Ich gebe ja zu, manchmal ist eine neue Edition ganz sinnvoll (und nein, auf DSA 5 trifft das gerade nicht zu). Persönliches Anti-Highlight ist hier natürlich eindeutig Earthdawn, wo man durch den laufenden Wechsel der Rechteinhaber langsam nicht mehr weiß, welches Buch denn nun mach welcher Edition Kanon ist oder nicht. Insofern macht die vierte Edition dann sogar Sinn (zumal ich alles nach der ersten ohnehin ignoriert habe…).

7. Schlechte Recherche
Bezüglich des Rollenspielhobbys lässt sich schlechte Recherche mit zwei Worten (und einem Produkt) beschreiben: Historia Aventurica. Mehr muss ich dazu glaube ich nicht sagen – ansonsten dürft Ihr selber googlen…

8. Schneller, höher, weiter…
… oder besser noch dicker, noch teurer, noch epischer ist auch ein ignorierenswerter Trend. Ein Abenteuer, dass heute in einer DSA-Anthologie erscheint, wäre früher ein eigenes Buch gewesen…

9. Zuviel
Dies ist fast die logische Fortsetzung von Acht und irgendwie auch von Zwei: Zuviel Material hindert mehr, als es nützt – Spitzenreiter hier natürlich DSA. Der Produktausstoß ist viel zu groß, als dass man alles kaufen, lesen und spielen könnte. Und wenn man dann mehrere Systeme mag, könnte man das Hobby auch als Vollzeitjob betreiben. Dumm nur, dass man dann dafür nicht bezahlt wird…

10. Zuwenig
Das Gegenteil von Neun – und in gewisser Weise selbsterklärend. Ein System oder Setting, das zwar toll ist, aber nach dem Start irgendwie gar nichts an Nachschub bringt, nützt auch wenig.