Wieviel Netzwerk darf’s denn sein?

Das Facebook-Dilemma

Facebook ändert am morgigen 30. Januar 2015 einmal mehr seine Datenschutzrichtlinien, AGB usw. Zukünftig will die Datenkrake also noch mehr über uns wissen, uns mit noch persönlicherer Werbung zupflastern und somit offenbar mehr oder weniger noch breitere Nutzerprofile anlegen. Wenn man die Pressemeldungen dazu verfolgt bleibt also offen, ob mit diesen Änderungen auch die Profile von WhatsApp und Instagram (von welchem ich sogar verschlafen habe, dass es mittlerweile zu Facebook gehört) einbezogen werden.

Als Facebook-Wenignutzer – und das noch dazu nahezu ausschliesslich über die entsprechenden Mobil-Apps und nicht den Browser – habe ich mit Werbung auf Facebook bislang wenig zu schaffen gehabt. Umso mehr stelle ich mir daher wieder einmal die Frage, wieviele Informationen über mich ich Facebook tatsächlich an die Hand geben möchte. Betrachte ich meine Netzaktivität, so liegt diese ganz klar bei Twitter, Google+ und Flipboard, wenig bei bei Facebook und noch weniger bei Instagram. Selbst der Facebook-Messenger kommt bei mir nur zum Einsatz, wenn ich jemanden nicht anders erreichen kann, und das gleiche gilt, insbesondere seit der Übernahme durch Facebook, auch für WhatsApp.

Wieviele Netze braucht man wirklich, über welche Messenger-Dienste kommuniziert man wirklich? Habe ich manche Dienst nicht nur, weil andere sie auch haben und es ja sein könnte, dass ich die betreffenden irgendwann einmal vielleicht gerade auf jenem Wege erreichen will? Reicht nicht für einen kurzen Gruß sogar die gute alte SMS, die es mittlerweile ja ohnehin weitestgehend überall als Flatrate dazu gibt, oder aber eine eMail? Und wenn ich mich wirklich einmal öffentlich äußern will, reicht dann nicht ein Beitrag auf meiner Website?

Je größer die Zahl der Netzwerke, Messenger-Dienste und Kontakte, desto größer der Informations-Overkill (eine interessante Wortkombination, über die ich eigentlich schon länger einmal einen Blogartikel verfassen wollte).

Fakt ist: Mit vielen Personen, Firmen, Institutionen bin ich nicht nur auf einer Plattform verbunden, sondern auf mehreren – was einfach daraus resultiert, dass man aufgrund der Reichweite irgendwie überall präsent sein will. Im Falle von Firmen macht dies ja auch aus wirtschaftlicher Sicht durchaus Sinn, aber im Falle von Privatpersonen?

Je größer der Grad der Vernetzung, desto größer kann die Gefahr werden, etwas zu verpassen, wenn man nicht ständig dabei ist? Aber muss man ständig dabei und auf dem neuesten Stand sein? Oder verliert man vielmehr den Blick für das wesentliche, für das, was wirklich wichtig ist?

Genau dort führt der Blick zurück zu Facebook. Meine Pinnwand ist voll von lustigen Bildchen, Minispielen, Spielanfragen… und den Dingen, die ich in der Regel vorher schon auf einem anderen Kanal (vornehmlich Twitter) gelesen habe. Wofür brauche ich Facebook also wirklich? Weil es die meisten anderen auch haben? Weil mache der wenigen Spiele, die ich Spiele, über Facebook eine Speicher- und Synchronisationsfunktion bieten?

Soziale Netzwerke mögen dazu beigetragen haben, dass sich Verbindungen leichter pflegen lassen – aber sie sind auch oberflächlicher, unpersönlicher geworden, denn nur selten kommuniziere ich in einem sozialen Netzwerk mit jemandem persönlich, sondern vielmehr mit einer ganzen Gruppe von Followern (auch so ein Unwort, dass sich eingebürgert hat) – weil es einfach in der Natur der Sache liegt.

Minimalismus ist so ein Wort, das kürzlich durch von mir verfolgte Blogs geisterte – und tatsächlich ist Minimalismus in Bezug auf soziale Netze eine geeignete Form, dem Informations-Overkill zu entgehen. Weniger ist manchmal mehr, und etwas Entschleunigung tut manchmal auch ganz gut.

Lange Rede, kurzer Sinn: Vielleicht ist es an der Zeit, aufzuräumen und gewisse Dinge hinter sich zu lassen – gerade wenn man hinter den Kulissen fremdbestimmt wird und nicht weiß, wie mit den eigenen Daten umgegangen wird. Wenn ich also irgendwann irgendwo nicht mehr zu finden sein sollte, liegt es daran. Und Facebook ist inklusive seiner Adoptivkinder mit Sicherheit als erstes dran.

Der Apfel fällt…

…nicht weit vom Stamm oder doch eher aus dem Fenster?

Als langjähriger Apple-Nutzer komme ich mir dieser Tage vor, als sollte ich schon »Alle Jahre wieder« singen. Mittlerweile hat Apple nämlich offenbar ein echtes Problem, was die interne Qualitätssicherung angeht.

iOS 8 verbreitet in vielerlei Hinsicht mehr Probleme, als dass es Nutzen bringt. Das System lahmt auf den Geräten älteren Baujahrs, obwohl es eigentlich problemlos laufen sollte. FaceTime und iMessage zicken (wie schon im letzten Jahr beim Sprung von 6.x auf 7) gehörig rum, melden sich selber ab oder brauchen Stunden, bis die Nachrichten zugestellt werden. WLAN-Verbindungsprobleme sind auch nicht gerade zufriedenheitsfördernd. HealthKit ist zum Release so fehlerhaft, dass damit korrespondierende Apps aus dem Store gezogen werden. Und das Update auf 8.0.1, dass es gestern kurzzeitig gab, ließ gar die neue iPhone-Generation komplett vom Mobilfunknetz gehen.

Bedenkt man weiter, dass es bestimmte angekündigte Funktionen wie Continuity auch noch nicht geschafft haben, weil das neue MacOS noch nicht fertig und auch iCloud Drive nicht abwärtskompatibel ist, so fragt man sich schon, was dort hinter den Kulissen passiert und ob vielleicht jemand doch ein zu grosses Stück vom Apfel abgebissen und sich nun daran verschluckt hat.

Auch die AppleWatch ist so ein Ding. Ein neues Gerät, dass die Aufmerksamkeit auf sich zieht, aber eigentlich nur Spielkram ist (Ich selber benutzte seit meinem ersten Handy – ein Nokia 5110 war’s – überhaupt gar keine Armbanduhr mehr; warum sollte ich mir jetzt eine kaufen, bloß weil sie von Apple kommt?). Nicht einmal die technischen Details wurden erwähnt – die sprichwörtliche Katze im Sack. Und wer will schon eine Uhr, die man täglich aufladen muss?

Von den immer langsamer werdenden Stores mag man da schon gar nicht mehr reden, und an die angekündigte neue Fotos-App auch nicht denken. Und das die Familienfreigabe zwingend einen Hauptaccount mit hinterlegter Kreditkarte erfordert geht an der (nichtamerikanischen) Realität ja wohl völlig vorbei – insbesondere, wenn zwar die Rede davon ist, dass auch eine hinterlegte EC-Karte ausreicht, was aber hierzulande nur mittels des Zwischendienstes Click and Buy funktioniert, der dann aber bei der Einrichtung der Familienfreigabe als nicht gültige Zahlungsmethode angeprangert wird, da Click and Buy laut Fehlermeldung unter iOS nicht genutzt werden kann. Das verstehe wer will, ich nicht.

Das gleiche gilt für den Homescreen, der sich auf dem iPhone 6 Plus nun wie auf den iPads auch ins Querformat drehen lässt. Warum geht das eigentlich nicht auf allen Geräten?

Die Meldungen über verbogene iPhones beim großen Modell werfen auch ein eigentümliches Licht auf die neue Baureihe. Insbesondere, wenn man eines der neuen Geräte in der Hand hält und merkt, wie leicht die eigentlich sind, fragt man sich unwillkürlich, was der Schlankheitswahn im Smartphonesektor eigentlich soll. Wie wäre es mit etwas mehr Stabilität durch ein etwas dickeres Maß? Da wäre dann sogar gleich noch Platz für einen stärkeren Akku, um die Laufzeit zu erhöhen. Das iPhone 4/4S war meiner Meinung nach bereits dünn genug, und vom Formfaktor her ist das 3G/3GS nach sie vor unerreicht – kein anderes iPhone liegt so angenehm in der Hand wie jenes. Wenigstens auf dessen Grundform mit Rundungen statt Kanten hat sich Apple nun ja zurückbesonnen.

Was bleibt also von der letzten Keynote? Zwei neue iPhones, die für Programmierer die nächsten beiden neuen Auflösungen bereithalten, eine Smartwatch, die man eigentlich nicht braucht, und ein Zusammenspiel der Geräte im Gesamt-Apple-Kosmos, dass nicht funktioniert.

Mit mehr als einer Woche Abstand zur Keynote ist mir auch klar geworden, was mir als Ankündigung gefehlt hat (und im Vorjahr bei der Vorstellung der neuen iPhones für mich die wichtigste Nachricht war): ein weiterer Teil von Infinity Blade

Also Apple, strengt Euch ein bisschen mehr an, sonst folgt nach Antennagate bald noch ein generelles Applegate. Und das muss ja wohl nicht sein. Vielleicht hätte auch iOS eine Public Beta ganz gut getan; dass das funktioniert und nicht ganz unsinnig ist hat das vielgescholtene Microsoft ja mit der Developer Preview von Windows Phone 8.1 vorgemacht. Denn so etwas machen die Freaks mit, die sich am Ende auch damit abfinden können, dass wegen der Beta etwas nicht vernünftig funktioniert; es ist schon blöd, wenn alle Nutzer dann Bugs ausbaden müssen.

Insbesondere in Sachen Tatstatur wünsche ich mir übrigens jene von Windows Phone 8.x, denn im Gegensatz zu Apple funktionieren die Wortvorschläge dort nahezu perfekt, bei Apple hingegen nur rudimentär. Und die Drittanbietertastaturen taugen leider für meine Schreibgewohnheiten gar nichts (insbesondere diese Wischiwaschidinger, mit denen ich mal gar nicht klar komme).

Vielleicht sollte ich doch mal wieder mein Lumia 920 in Betrieb nehmen und eine Weile wieder die Vorzüge dieses Betriebssystems geniessen – denn auf einen Zwitter aus Windows Phone 8.1 und iOS 8 kann ich bestimmt noch lange warten. Wobei ja zumindest die Versionsnummer beider Systeme übereinstimmt…

10 Lieblings-Rollenspielprodukte

Derzeit macht ja innerhalb der Rollenspielermeute im Netz der Trend die Runde, seine 10 Lieblingsrollenspielprodukte vorzustellen. Eine gute Idee, wie ich finde, und für mich noch dazu ein Grund, endlich mal wieder was in meinem Blog hier zu schreiben.

Als jemand, der mit DSA groß geworden ist und ja auch dafür geschrieben hat ist es wohl wenig verwunderlich, dass sich relativ viele DSA-Produkte darunter befinden. Auf solche, die ich selber mit verfasst habe, verzichte ich hier daher nun auch, denn ansonsten müsste mein Myranor-Abenteuer Der Ewige Tod mit in dieser Liste erscheinen.
Ebenso ist die Reihenfolge auch keine Wertung, sondern einfach so, wie es mir beim darüber nachdenken in den Sinn kam.

1. Das Bornland
Dieses war die erste DSA-Regionalbeschreibung überhaupt, damals noch in Heftform erschienen und von den Texten her eher aus aventurischer denn aus irdischer Sicht geschrieben. Daneben gab es hier erstmals die Norbarden als Spielerhelden, die ich sehr liebgewonnen habe.

2. Das Herzogtum Weiden
In ebenso guter Erinnerung ist mir diese DSA-Spielhilfe geblieben, die ein bisschen auch eine Erinnerung an die gute alte Zeit in Sachen DSA darstellt, bevor das „Monster“ DSA4 irgendwann herangeschlichen kam und letztlich regeltechnisch, aber auch von der weiteren Entwicklung Aventuriens vieles in eine Richtung veränderte, die mir nicht mehr so zusagt.

3. Myranor – Das Güldenland (Box)
Im Jahr 200 erschien sie endlich, die lang erwartete Güldenland-Box; das DSA-Produkt, dass mich wie kein anderes prägen sollte. Ich war begeistert vom Setting und den neuen Ideen, ebenso von den Regeln, die ich rückblickend immer als DSA 3.98beta bezeichnet habe, weil es eben irgendwie nur eine Vorstufe zum wirklichen DSA4 war.
Besonders fasziniert vom Volk der Neristu (»eine kleine, phexgefällige, nachtaktive Rasse«, wie Thomas Römer sie mir gegenüber auf der Bilstein beschrieben hatte, damals noch zweiarmig angedacht und mit dem Gedanken an die Kender aus Dragonlance belegt) habe ich diesem Volk später seine Kultur gegeben und ihnen das eingangs genannte Abenteuer gewidmet, womit sich der Kreis dorthin schließt. Dass daraus schließlich auch noch die Überarbeitung dieser Box zum nach langer Verzögerung im Januar 2006 erschienenen Myranor-Hardcover folgen sollte ist ebenfalls ein Teil dieser Geschichte, ebenso wie mein Beitrag zur Anthologie Netz der Intrige.

4. Wie Sand in Rastullahs Hand
Dieses Abenteuer hat mich bis in meine Träume verfolgt – und das, obwohl ich es selber nie gespielt, sondern nur einmal gemeistert habe, allerdings mit einer Gruppe von sieben oder sogar acht Spielern. Entsprechend heftig war das Spielerlebnis und ist mir bis heute im Gedächtnis haften geblieben.

5. Earthdawn-Grundregelwerk
Mit DSA bin ich zwar groß geworden, aber als DSA-Spieler habe ich seinerzeit auch die WunderWelten von FanPro abonniert gehabt und hatte daher auch Einblicke in andere Rollenspiele des Verlages gewonnen. Earthdawn ist eines davon, und ich war lange am Grundregelwerk interessiert, bin aber immer vor dem damals echt verdammt hohen Preis von 69,00 DM (wenn ich nicht recht entsinne) zurückgeschreckt. Tatsächlich habe ich es dann von einer sehr lieben Person zum Geburtstag wirklich überraschend zum Geburtstag bekommen, da ich weder von der Sache her noch wertmäßig damit gerechnet hätte.

6. Cyperpiraten
Shadowrun schlägt in die gleiche Kerbe wie Earthdawn, aber hier fand ich den Band Cyberpiraten einfach klasse, was in erster Linie am Setting Wasser lag, ihr Landratten…

7. Changeling: The Dreaming / Wechselbalg:Der Traum
Changeling ist meiner Meinung nach des coolste Setting aus der World of Darkness (egal ob alt oder neu), auch wenn ich mit dieser Meinung wahrscheinlich ziemlich allein auf weiter Flur bin. Letztlich war es ja auch die am zweitwenigsten erfolgreiche Reihe der alten World of Darkness, weshalb ich es umso erstaunlicher fand, dass es dazu doch noch einen Dark Ages-Band (Fae) und dann die Neuauflage Changeling: The Lost für die neue World of Darkness gab…
Und weil es ja so wechselhaft ist könnt ihr nun selber entscheiden, ob ich hier nun die englische zweite Edition oder die deutsche Ausgabe präferiere.

8. Dragon Age RPG – Set 1
Ich liebe Dragon Age:Origins. Für mich ist das das beste Computer-Rollenspiel aller Zeiten und hat es geschafft, Gothic 1 und 2 von der Spitze meiner Allzeitfavoriten zu verdrängen. Folglich müsste ich das zugehörige Pen&Paper auch einfach haben, denn das Setting ist toll. Ich war letztlich von der relativen Old-School-Ausprägung der Regeln überrascht, positiv wohlgemerkt, die diese bieten genügend Möglichkeiten zur individuellen Charakterentwicklung, ohne unnötig kompliziert zu sein.

9. Splittermond – Die Welt
Noch ziemlich frisch auf dem Markt, aber hier schon enthalten, ist der Splittermond-Weltband. Ein tolles Produkt mit einer durchdachten Welt. Die gewisse Vertrautheit, gepaart mit der Tatsache, dass es irgendwie das bessere DSA5 ist (was sich für mich aus dem Autorenteam ergibt) hat einen Reiz, der das tatsächliche DSA immer uninteressanter werden lässt. Ich hoffe auf großen Erfolg für Splittermond…

10. Engel
Engel gehört wegen seiner Andersartigkeit für mich auf jeden Fall in diese Liste, doch so richtig für ein bestimmtes Produkt daraus entscheiden kann ich mich nicht. Eines der Ordensbücher müsste ich wohl wählen, doch welches, dass überlasse ich den unergründlichen Wegen des Herrn…

Damit wäre ich durch, wenngleich es noch viele andere schöne Dinge gibt, die auf diese Liste gehören könnten, wenn sie länger wäre – oder vielleicht sogar zu einem anderen Zeitpunkt aufgenommen worden wären. Die DSA-Abenteuer Der Zorn des Bären, Stromaufwärts, Die Attentäter, Findet das Schwert der Göttin fallen mir da ebenso ein wie Der Schlangenfluss für Earthdawn, und nicht zu vergessen die Phileasson-Saga in der Ursprungsform und Handelsfürsten & Wüstenkrieger.

Und wer nun neugierigerweise wissen möchte, was andere so an Lieblings-Rollenspielprodukten haben, findet hier eine Linksammlung…

Apple kopiert Nokia

Gestern abend hat Apple nun auf der Keynote erwartungsgemäß neue iPhones vorgestellt. Wirklich neues gab es dabei nicht zu sehen, die einzelnen neuen Dinge waren im Vorfeld durch Leaks und Gerüchte eigentlich vollständig bekannt, seien es nun diverse neue Spezifikationen wie schnelleres LTE und der Fingerabdrucksensor oder die Farben und Bezeichnung des iPhone 5C.
Mit letzterem begibt sich Apple auf neue Pfade – und einen kleinen Schritt zurück in die eigene Mobiltelefonhistorie, denn das weiße iPhone 5C erinnert abgesehen vom fehlenden Metallring um das Display doch schon sehr an das iPhone 3G.

Generell wirkt die neue Farbigkeit des iPhone 5C wie Apples Antwort auf die bunten Handys der Lumia-Reihe von Nokia. Und auch deren Hülle aus Polycarbonat ist alles andere als billig, was die Optik, Haptik und Verarbeitung betrifft; vom reinen Berührungsgefühl her ist insbesondere das Lumia 920 dem iPhone 4/4S ebenso wie dem iPhone 5/5S weit überlegen, weil die harten Kanten fehlen. Auch hier setzt Apple mit der Rückkehr zu den abgerundeten Ecken wie beim alten iPhone 3G/3GS der Konkurrenz nach.
Was Nokia mit den farblich ans Gerät angepassten Kopfhörern der Lumias vorgemacht hat kopiert Apple nun mit den farbigen Lightning-Anschlusskabeln. Und selbst iOS7 verliert seinen bisherigen Wiedererkennungswert und gleicht sich optisch Android an, insbesondere mit dem neuen Sperrbildschirm. Dass diverse Androidgeräte wie beispielsweise das HTC One mittlerweile schon beim Kacheldesign von Windows Phone 8 abkupfern ist dabei ein anderes bemerkenswertes Detail.

Auch die neuen Fotofunktionen im iPhone 5S ziehen nur dort nach, wo Nokia im Rahmen des Amber-Updates vorgelegt hat. Die zukünftige kostenlose Verfügbarkeit von iWork auf jedem neuen iOS-Gerät dürfte zudem dem bei Windows Phone 8 enthaltenen Microsoft Office bzw. Google Docs für Androidgeräte geschuldet sein. Und auch den mit iOS7 kommenden Upload von Videos in den Fotostream hat Windows Phone 8 mit dem automatischen Skydrive-Upload vorgemacht.

Die Chance, in den sogenannten Schwellenländern Fuß zu fassen hat Apple mit Preis und Ausstattung des iPhone 5C nun ein weiteres mal verstreichen lassen.
Auch hierzulande ergibt sich keine Notwendigkeit, alsbald auf eines der neuen Geräte zu wechseln. LTE ist noch zu teuer, und abgesehen von Hauptprozessor und Speicherplatz unterscheiden sich die nun aktuellen Baureihen des iPhones nicht wirklich; der im Vergleich kleinere Bildschirm des iPhone 4S ist letzten Endes Geschmackssache.

Als Fazit bleibt also: Wer ein iPhone braucht, um damit anzugeben, hat demnächst ein neues Spielzeug zur Hand. Alle anderen schon iPhone-Besitzer ab dem iPhone 4 oder zumindest dem 4S können sich entspannt zurück lehnen und bei dem bleiben, was sie haben. Und wer es gerne bunt hat und nicht auf die perfekte Anbindung an Apples übrigen Kosmos aus Macs, iTunes und iCloud angewiesen ist und es günstig und mit mehr Auswahl nach seinen Ansprüchen mag greift besser zum Nokia Lumia. Die haben – wenngleich man dass auch nicht unbedingt braucht – in den höheren Geräten sogar einen NFC-Chip, den man bei Apple auch in den neuen Modellen vergeblich sucht.

Für mich persönlich war die wichtigste Information des Abends übrigens die Ankündigung von Infinity Blade 3 – welches auch auf meinem iPhone 4S noch problemlos laufen wird…

Einmal Facebook und zurück

Gut zehn Monate ist es nun her, dass ich mich ziemlich entnervt von Facebook und Twitter sowie diversen anderen (zum Teil auch einfach nur angehängten) Social Network-Diensten verabschiedet habe, weil mir die Flut der übermittelten Informationen einfach zu viel wurde. Wenn man wie ich dazu neigt, neue Dinge erst einmal auszuprobieren, bevor man »brauch ich nicht« oder »taugt eh nix« sagt, hat man schnell einen Haufen Accounts bei einer Menge Dienste. Der Vielzahl dieser Dienste gedenke ich demnächst noch einen eigenen Eintrag zu widmen, doch ein Netzwerk hat es mir gerade wieder besonders negativ angetan: Facebook.

Als ich also im letzten Herbst Facebook hinter mir zu lassen gedachte, habe ich fein säuberlich alle unnötigen Informationen nebst meiner Handynummer aus meinem Profil gelöscht, und wollte dann auch selbiges selbst tilgen. Gesagt, getan, misslungen – denn standardmäßig wird ein Facebook-Profil lediglich deaktiviert, löschen ist ungleich komplizierter.
Bis ich das aber wirklich realisiert und nachgegoogelt hatte, war auch die Wochenfrist um, in der sich ein Profil beim Einlog-Versuch automatisch reaktiviert. Also habe ich es so hingenommen.

Im Frühjahr schliesslich hatte ich in Erwägung gezogen, dieses Profil doch wieder zu aktivieren, um mir die Integration von Facebook in Windows Phone 8 anzusehen, da ich zu diesem Zeitpunkt ein Nokia Lumia 920 hatte – auch noch ein Thema für einen eigenen Eintrag. Also das Einloggen zum Reaktivieren probiert und grandios gescheitert, da ich mein Profil irgendwann einmal mit dem Schutz per Handy/SMS-Code versehen hatte. Und diese Handynummer hatte ich ja nun wie oben beschrieben aus dem Profil entfernt.
Sicherheitscode per SMS ging also nicht. Stattdessen wollte Facebook nun einen Identitätsnachweis haben. Also die notwendige Sektion vom Ausweis abfotografiert, als Anhang an die entsprechende Mail von Facebook wegen des Reaktivierungsversuchs gehängt – und umgehend kam die Mail als unzustellbar zurück. Also habe ich es gut sein lassen.

Nach dem Erscheinen von »Netz der Intrige« kam ich nun aber zu dem Schluss, dass man auch als unbedeutender Teilzeitautor vielleicht doch auf Facebook präsent sein sollte; ebenso habe ich festgestellt, dass ohne Facebook der Kontakt zu einigen Verwandten doch merklich abgenommen hat, der halt vorher da war.

Es wurde also Zeit für den zweiten Reaktivierungsversuch, der wie schon erwartet zur Notwendigkeit der Identifikation führte. Also gut, nochmal ein Teilfoto vom Ausweis gemacht, und dieses Mal kam die Mail auch nicht zurück. Was blieb, war das mulmige Gefühl, ob es wohl diesmal klappen würde.
Die automatische Mail von Facebook, die mich über die Identifikationsnotwendigkeit in Kenntnis setzte, versprach eine Meldung des Facebook-Teams bei mir binnen 48 Stunden. Am Montag abgeschickt rechnete ich also für den Mittwoch mit der Erledigung, doch nichts passierte. Am Donnerstag habe ich das ganze dann als weiteren erfolglosen Versuch abgehakt. Und wieder erwarten kam dann am Freitag doch noch die entsprechende Nachricht, dass die Reaktivierung meines Kontos nun vollzogen sei…
Merke: Für Facebook hat der Tag nur zwölf Stunden…

Nun war ich also wieder drin – und war bereits nach einem Tag schon wieder völlig genervt: Seitenvorschläge, Personenvorschläge, Werbung und irgendwelche Spaß-Postings machten den Großteil meines Nachrichtenstroms aus. Etwas Interessantes? Fehlanzeige.
Drei Tage später habe ich nun heute die Facebook-App schon wieder von meinem Handy geschmissen. Wenn ich wirklich in mein Facebook gucken will, kann ich es ja über Flipboard tun. Wie lange ich nun aber tatsächlich dabei bleibe und ob, was und wieviel ich posten werde wird die Zeit zeigen.
Aber eines ist sicher: Beim nächsten Mal wird mein Facebook-Account richtig und vollständig gelöscht…

Social Networking

Soziale Netzwerke sind ja eine spannende Sache. Sie ermöglichen das Pflegen von Kontakten, stellen Messenger-Funktionen bereit, liefern uns Informationen zu Themen oder Leuten, die uns interessieren. Im Normalfall ist es dabei ja meistens so, dass man die Personen, mit denen man sich vernetzt, auch irgendwie kennt, sei es durch gemeinsame Vergangenheit (wie Schule, Ausbildung, Studium) oder familiäre, berufliche oder hobbybedingte Beziehungen. Ausnahmen davon sind natürlich alle Arten von Prominenten, die den Strom ihrer Follower (um den passenden Anglizismus zu bemühen) natürlich wenig steuern können und wollen; man denke nur an Lady Gaga, die sich eine gewisse Zeit lang mit Barack Obama eine Wettlauf um die meisten Twitter-Follower geliefert hat. Hier aber dient Social Networking dem Kontakt mit Leuten wie Fans oder Wählern, die man so sehr einfach erreichen kann.

Doch wie prominent muss man eigentlich sein, um Follower zu haben, die man gar nicht kennt? Vor etlichen Wochen hatte ich damit ein einschneidendes Erlebnis, als ich auf Twitter plötzlich einen neuen Follower hatte, bei dem ich überrascht war: Guido Henkel, Softwareentwickler und seinerzeit in den Neunzigern Chef hinter den drei DSA-Computerspielen (Die Schicksalsklinge (dieser Tage grade aufgepeppt als Remake erschienen), Sternenschweif und Schatten über Riva). Ich bin es ja gewohnt, dass ich von Leuten hinzugefügt werde, denen ich selber folge, aber hier war es nun umgekehrt. Da ich aber selber bekanntermaßen hin und wieder für DSA schreibe, war es auf der anderen Seite nicht allzu verwunderlich; in gewisser Weise fühlt man sich da sogar geehrt… 🙂 Alles in allem ist das aber noch eine nachvollziehbar zustande gekommene Verbindung.

Anders wird das schon, wenn man die Leute gar nicht kennt, wie es mir neulich bei Google+ passiert ist. Keine gemeinsamen Kontakte, keine gemeinsame Community, und dennoch wurde ich eingekreist. In der Anfangszeit dieses Netzwerks hatte ich das auch schon ein paar mal, aber da waren es deutliche Fakes, wie man an den Namen der Einkreisenden ebenso wie an den benutzten fremden Sprachen und/oder Schriftzeichen schnell feststellen konnte. Denn wer sollte mir ernsthaft folgen wollen, der offenbar aus Mittelasien stammt und nicht mal meine Sprachen kann? (Gut, das es dafür die Blockieren-Funktion gibt…)
Nun war es aber eine offenbar auch aus dem deutschsprachigen Raum stammende Person, und neugierig wie ich bin, habe ich mir deren Profil angeschaut (was ich bei jenen, die mir irgendwie folgen, eigentlich immer mache; vielleicht finden sich dort ja interessante Beiträge, und so lange ich nicht von neuen Followern überrollt werde ist so etwas ja machbar). Aber: Keine Gemeinsamkeiten. Ob es wohl am unlängst erschienenen »Netz der Intrige« liegt? Als Autor, und ist man auch noch so unbedeutend, kann man wohl nicht ausschließen, irgendwann Follower zu haben, die man nicht kennt und wohl auch niemals kennen lernen wird. Ich bin gespannt, ob das noch mehr werden.

Solche Ereignisse zeigen jedoch eines deutlich: Man weiß nie, wer welche Beiträge am Ende tatsächlich einmal sehen wird, und insofern ist – gerade in sozialen Netzen – Aufmerksamkeit geboten, welche Inhalte man tatsächlich öffentlich teilt; sei es aus reinem Selbstschutz, aber auch, um interessierte Follower nicht mit Dingen vollzuspammen, die letztlich nur persönliche Relevanz für einen selbst oder bestimmte verbundene Leute haben.

Da bin ich nun auch…

Alles neu macht in meinem Fall der Juli. Nach wirklich Jahren, in denen ich meine eigene Homepage nicht angefasst habe, war ich ja auf der Suche, diese irgendwie neu zu gestalten und habe mich dann mit WordPress befasst und habe es einfach ausprobiert – testhalber und unter wordpress.com. Den entsprechenden Blog habe ich nun zwar bereits wieder gelöscht, aber den Inhalt des einzigen dort testhalber verfassten Beitrags* will ich trotzdem nicht vorenthalten, weil es letztlich weiter zutreffend ist. In erster Linie dient diese Webseite ja als meine Autoren-Homepage; mit der nunmehr passenden technischen Basis im Hintergrund wird es aber zuweilen sicher auch mal den ein oder anderen Blog-Beitrag geben…

»So, da bin ich nach langem Zögern nun auch beim Bloggen angekommen. Nur über was schreibt man so? Was will ich so erzählen? In erster Linie treibt mich ja die Neugier, weil ich gerne mal andere Möglichkeiten im Web und drumherum ausprobiere. Aber was braucht man wirklich? Reicht nicht ein soziales Netzwerk (bei denen ich mich ja auch nur auf eines beschränke, wenn man Twitter außen vorlässt)? Aber andere tun es ja auch. Also warten wir mal ab, ob und wenn ja wie ich dies hier nutzen werde. Erstmal gilt also: Ich bin dabei. Alles andere wird die Zukunft zeigen…«

* ursprünglich vom 24.07.2013